Herkunftsbezeichnungen aus Mexiko und Europa: Gemeinsam für den Verbraucherschutz

Herkunftsbezeichnungen aus Mexiko und Europa: Gemeinsam für den Verbraucherschutz

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Zum Weltverbrauchertag unterzeichnen Herkunftsbezeichnungen und geografische Angaben aus vier Ländern ein Manifest, in dem sie auf die Notwendigkeit eines soliden normativen Rahmens zum Schutz der Produkte vor Imitationen hinweisen. „Wenn wir von typisch regionalen Produkten sprechen, sprechen wir auch von Arbeit, Tradition, Qualität, Geschichte und Perfektion,” so die Unterzeichner.

Herkunftsbezeichnungen (DO) aus Spanien, Frankreich und Italien haben gemeinsam mit Tequila aus Mexiko ein Manifest zum Schutz aller Produkte mit Herkunftsbezeichnung und geografischer Angabe unterzeichnet. So soll dem Verbraucher ein authentisches Produkt frei von Fälschungen garantiert werden.

Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März weist der Regelungsausschuss für Tequila in Mexiko gemeinsam mit internationalen Vertretern auf die Notwendigkeit für einen soliden normativen Rahmen zum Schutz der Produkte und damit der Verbraucher von Nachahmungen hin. Zu den weiteren Unterstützern zählen  Brandy de Jerez, Vinos de Jerez, Espirituosos España, Turrón de Jijona und Turrón de Alicante aus Spanien, Prosciutto di Parma aus Italien sowie Cognac aus Frankreich.

Zum heutigen Tag gibt es weltweit über 9.000 Herkunftsbezeichnungen, 3.500 davon allein in der Europäischen Union, die Umsätze in Höhe von 74,5 Billionen Euro generieren.

Mexiko folgt dem europäischen Schutzmodell und engagiert sich sehr für die Vergabe von Herkunftsbezeichnungen. Aktuell gibt es dort 18 Herkunftsbezeichnungen, Tequila war die erste davon. Mehr als 70.000 Familien und 20.000 Agave-Bauern hängen derzeit direkt von der Tequila-Industrie ab.

Doch der Erfolg dieser Produkte hat dazu geführt, dass es auf den verschiedenen Weltmärkten zu Versuchen unautorisierter Verwendungen und/oder Anspielungen auf die geschützten Namen gekommen ist, die sich gegen die Bemühungen von Produkten mit jahrelanger Geschichte und Tradition, aber vor allem gegen das wichtigste Element der Produktionsketten richten: Den Verbraucher.

Aus diesem Grund haben diese Produkte beschlossen, sich zusammenzutun, um die Grundprinzipien und Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes ihrer Produkte darzulegen sowie den Verbrauchern klare und wahrheitsgemäße Informationen zu bieten, damit sie ein authentisches Produkt einfach erkennen können.

„Die unterzeichnenden Institutionen schließen sich zusammen, um an einem so wichtigen Tag wie dem 15. März, dem Weltverbrauchertag, Produkte mit Herkunftsbezeichnung und geografischer Angabe auf der ganzen Welt zu fördern. Wir halten es für wichtiger denn je, einen starken regulatorischen Rahmen zu gewährleisten, damit wir gemeinsam gegen die Unregelmäßigkeiten auf dem Markt vorgehen können”, so die unterzeichnenden Verbände in dem Manifest.

Neben dem Manifest erklärt ein Video auf anschauliche Weise, dass derjenige der ein Produkt unzulässig verwendet, sich damit auch die Arbeit, Tradition, Qualität, Geschichte und Perfektion des Gebietes zu eigen macht. Ein Schutz des Produktes bedeutet, seinen Wert in Gänze anzuerkennen.